Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Land unterstützt Städtepartnerschaften im Rheingau

Das Land Hessen stärkt das ehrenamtliche Engagement für internationale Begegnungen und die europäische Verständigung. Europastaatssekretärin Karin Müller hat gestern im Rheingau Förderbescheide an vier Städtepartnerschaftsvereine übergeben. Die Förderungen gingen an den Freundschaftsbund Kiedrich–Hautvillers, die Verschwisterung Hattenheim–Arzens, den Partnerschaftsverein Geisenheim sowie den Verein für Deutsch-Französische Freundschaft Lorch.

„Verschwisterungsvereine sind das Fundament dessen, was Europa bedeutet. Ohne Ehrenamtliche vor Ort würde das nicht funktionieren. Sie tragen dazu bei, das Europa erlebbar wird. Das ist lebendiges Europa“, sagte Staatssekretärin Karin Müller bei der Übergabe der Förderbescheide. 

Verschwisterung Hattenheim-Arzens

Sechs Personen stehen draußen vor einer Brücke aus Stein.

Insbesondere die Partnerschaften mit Frankreich zeigen, was Menschen bewirken können. Beispielsweise hatte sich die Verschwisterung Hattenheim-Arzens schon 1963 gegründet, im Jahr des Élysée-Vertrags. Bereits ein Jahr zuvor gab es schon erste Treffen von Bürgern aus beiden Kommunen, die Verschwisterung zählt somit zu den ältesten deutsch-französischen Partnerschaftsvereinen. 

Freundschaftsbund Kiedrich-Hautvillers

Sieben Personen stehen draußen auf einem Platz. Hinter ihnen ist ein Fachwerkhaus.

Der Freundschaftsbund Kiedrich-Hautvillers wird das Fördergeld insbesondere in den diesjährigen Jugendaustausch investieren. Um die Jugendarbeit weiter zu stärken, geht der Verein gezielt auf die Grundschule zu, so dass zukünftig jedes Kind mindestens einmal von der Partnerschaft gehört hat.

Hochschulstadt Geisenheim

Sieben Personen stehen in einem Raum nebeneinander. Hinter ihnen an der Wand hängt ein Schild mit der Aufschrift "Geisenheim Bildung, Kultur, Wein"

In der Hochschulstadt Geisenheim geht der Partnerschaftsverein neue Wege und will Couchsurfing für Jugendliche ins Leben rufen. Zuletzt gab es hier im Mai Besuch aus gleich allen drei Partnerstädten in Frankreich, Italien und Ungarn. Die zugedachte Förderung hilft dabei, die Kosten des Treffens zu stemmen.

Verein für deutsch-französische Freundschaft in Lorch

Über zehn Personen stehen draußen auf einem Platz und halten ein Weinglas in der Hand.

Der Verein für deutsch-französische Freundschaft in Lorch konnte in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen feiern und zählt damit zu den ältesten Verschwisterungsvereinen. Allein Vereinen gemeinsam ist das spürbare Engagement. „Die Förderung durch das Land ist eine Wertschätzung dessen, was vor Ort ehrenamtlich geleistet wird. Die Politik kann nur den Rahmen setzen. Gelebt wird die Partnerschaft von den Menschen vor Ort“, so Staatssekretärin Müller.

Die vier geförderten Vereine pflegen ihre Partnerschaften seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz. Durch regelmäßige Begegnungen, Schüler- und Jugendaustausche, kulturelle Veranstaltungen und gemeinsame Projekte fördern sie den Austausch über Grenzen hinweg und stärken die deutsch-französische Freundschaft sowie das europäische Miteinander.

Langjähriges Engagement würdigen

Mit der Förderung würdigt die Landesregierung das langjährige Engagement der Vereine und unterstützt sie dabei, ihre Partnerschaften auch künftig aktiv zu gestalten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher und internationaler Herausforderungen sind persönliche Begegnungen und der direkte Austausch zwischen Menschen von besonderer Bedeutung.

Die Übergabe der Förderbescheide fand im Rahmen der Sommerreise der Staatssekretärin statt. Die Stationen im Rheingau waren das Rathaus der Gemeinde Kiedrich, die Hattenheimer Burg in Eltville-Hattenheim, das Rathaus der Stadt Geisenheim sowie das Rathaus der Stadt Lorch am Rhein.

Bund und Europa

Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund

Christoph Scheld

Pressesprecher

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