Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Pentz fordert Ermittlungen zur „Sarajevo-Safari“

Die Berichte über gezielte Tötungen durch private Scharfschützen während des Balkankriegs sorgen erneut für Entsetzen. Europaminister Manfred Pentz hat sich dafür ausgesprochen, mögliche Beteiligungen aus Deutschland aufzuklären und konsequent zu verfolgen.

Anfang der 1990er Jahre sollen private Scharfschützen aus Europa in Sarajevo gegen Geld Menschen gezielt niedergeschossen haben. Jetzt gibt es Forderungen, auch in Deutschland mögliche Täter zu ermitteln. Der hessische Europaminister Manfred Pentz unterstützt das ausdrücklich:

„Die Berichte über die abscheuliche Menschenjagd im Balkankrieg lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Die Bundesregierung sollte dringend ermitteln, ob auch Täter aus Deutschland an diesen Tagen beteiligt waren“, so Pentz, der auch Bevollmächtigter des Landes Hessens beim Bund ist. „Wer an solch unmenschlichen Taten mitgewirkt hat, muss zur Rechenschaft gezogen werden.“

„Die Zukunft der Länder zwischen Kroatien und Griechenland liegt in Europa. Umso wichtiger ist es, dass die Geschichte lückenlos aufgearbeitet wird. Das sind wir auch den Menschen schuldig“, sagt Staatsminister Pentz. Seine Mutter stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Bund und Europa

Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund

Christoph Scheld

Pressesprecher

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