Dem demografischen Wandel in Hessen gestalten: am besten geht das, wenn alle Generationen gemeinsam mit anpacken. In Schotten gelingt das vorbildlich. Staatssekretärin Karin Müller hat im Rahmen ihrer Sommerreise das Projekt „Ich bin ein Teil von Schotten – Generationen sprühen Zukunft“ besucht und das Engagement der Beteiligten gewürdigt.
„‚Ich bin ein Teil von Schotten – Generationen sprühen Zukunft‘ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Menschen generationenübergreifend gemeinsam ihre Heimat gestalten können. Hier entstehen Begegnungen, Austausch und ein starkes Gefühl der Verbundenheit mit dem eigenen Ort“, sagte die Staatssekretärin bei ihrem Besuch.
Generationenübergreifender Beteiligungsansatz verbindet
Das Besondere an dem Projekt: Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren gestalten gemeinsam mit dem Künstler Florian Schimke („Flowy“) öffentliche Orte und setzen ihre Ideen sichtbar im Stadtbild um. Von zwei Grafittis konnte sich Staatssekretärin Karin Müller in Schotten selbst ein Bild machen: „Die eigentliche Stärke dieses Projekts liegt weniger im fertigen Kunstwerk, sondern vielmehr im gemeinsamen kreativen Prozess: Menschen kommen miteinander ins Gespräch, lernen voneinander und erleben, dass sie ihre Heimat aktiv mitgestalten können“, so die Staatssekretärin. „Kulturelle Teilhabe stärkt die Identifikation mit der eigenen Region. Wenn Kunst gemeinsam entsteht, kann sie zu einem sichtbaren Zeichen des Zusammenhalts werden.“
Junge Ideen erwünscht
Die Landesregierung misst insbesondere der Beteiligung junger Menschen eine hohe Bedeutung bei und unterstützt diese mit verschiedenen Programmen. „Junge Menschen sollen ihre Ideen einbringen und ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten können. Deshalb fördert das Land Hessen Beteiligung beispielsweise mit dem Jugend-Aktionsprogramm und dem 2025 eingerichteten Fonds für junge Ideen“, erklärte die Staatssekretärin. Über den Fonds können junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren bis zu 1.000 Euro pro Projekt beantragen, um eigene Vorhaben umzusetzen.
Die Staatssekretärin zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Projektträger und der zahlreichen Beteiligten: „Dieses Projekt verbindet Generationen, stärkt das gesellschaftliche Miteinander und macht sichtbar, dass Heimat dort entsteht, wo Menschen sich einbringen. Zur Nominierung für den Demografie-Preis 2026 gratuliere ich allen, die dieses besondere Vorhaben möglich machen.“
Hintergrund:
Zum Projekt:
Das Projekt der gemeinnützigen Sozialgenossenschaft Familienbezogene Jugendhilfe im Sozialraum e.G. (FaJuSo) wurde in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Schotten realisiert. Die Idee entstand aus den Erfahrungen eines früheren Sommerprojekts mit Kindern, Jugendlichen. Dabei wurde deutlich, dass kreative Gestaltung im öffentlichen Raum weit mehr sein kann als ein Kunstprojekt. Mit dem generationenübergreifenden Ansatz wurde diese Idee weiterentwickelt und zu einem Projekt für die gesamte Schottener Gemeinschaft gemacht.
Zum Demografie-Preis:
Der Hessische Demografie-Preis zeichnet seit 2010 innovative und nachhaltige Projekte aus, die Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben. Seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf dem ländlichen Raum. Im Jubiläumsjahr „80 Jahre Hessen“ wird zusätzlich ein Sonderpreis vergeben. Über die Auszeichnung entscheidet eine Fachjury. Der Preis würdigt Projekte, die mit kreativen Ideen und lokalem Engagement Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen geben. Er macht erfolgreiche Ansätze bekannt, regt zum Nachahmen an und stärkt damit nicht nur die ausgezeichneten Regionen, sondern den ländlichen Raum in ganz Hessen.