Demografie-Beauftragter besucht Bienen-Projekt des Evangelischen Dekanats

Hessische Staatzkanzlei

Demografie-Beauftragter besucht Bienen-Projekt des Evangelischen Dekanats

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat sich über das Bienen-Projekt des Evangelischen Dekanats informiert: „Der Zusammenhalt vor Ort zeichnet unsere ländlichen Regionen aus.“

Bienen sind fleißig und wichtig für die Artenvielfalt. Um ein 500-Gramm-Glas mit Honig zu füllen, fliegen sie insgesamt 120.000 Kilometer – dreimal um die Erde – und bestäuben dabei rund 75.000.000 Blüten. Im Einzugsgebiet des Evangelischen Dekanats in Runkel im Landkreis Limburg-Weilburg leisten sie darüber hinaus einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auf seiner Sommerreise hat sich der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, über das Projekt „Honigbienen, Wildbienen und Blühstreifen“ des Dekanats informiert. Es ist eine von sechs Initiativen, die für den mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Hessischen Demografie-Preis nominiert sind, der im September in Wiesbaden verliehen wird.

Bienenfreundliches Hessen

„Die Hessische Landesregierung ist schon seit geraumer Zeit auf die Biene gekommen. Zum Schutz und Erhalt der Bienen haben wir im Frühjahr 2017 die Aktion ,Bienenfreundliches Hessen‘ gestartet und Völker auf dem Dach der Staatskanzlei angesiedelt. Naturschutz ist alles andere als Luxus. Bienen haben als Bestäuber eine große Bedeutung für unsere Artenvielfalt, aber auch für die Volkswirtschaft. Im Dekanat Runkel sind sie darüber hinaus die Hauptakteurinnen eines innovativen Projektes, das Generationen verbindet, den Gedanken der Nachhaltigkeit stärkt und zu einer aktiven und lebendigen Dorfgemeinschaft beiträgt“, sagte Staatsminister Wintermeyer.

Seit 2013 lässt das Dekanat unter der Federführung des Gemeindepädagogen und Hobbyimkers Dr. Stefan Tron ein Bienenvolk durch den Landkreis wandern. Zu Jahresbeginn werden Vereine, Schulen, Kirchengemeinden, Kindergärten oder andere Gruppen als Kooperationspartner ausgewählt, an die die Bienen für jeweils sechs bis acht Wochen ausgeliehen werden. Jeder der insgesamt vier Partner bemalt eine Seite des Bienenstocks und gestaltet eine Seite des mitreisenden Bienen-Tagebuchs. Gemeinsam mit Landwirten und den Kindern der Grundschulen und Kindergärten werden Blühstreifen gesät oder Bienenhotels gebastelt, Honig aus den Waben gepresst und aus dem Bienenwachs Kerzen und Lippenpflegestifte hergestellt. Durch die Aktionen wandern nicht nur die Bienen, sondern auch das Wissen um das Leben der Bienen.

Bienen-Projekt in Runkel vorbildlich

„Der Zusammenhalt vor Ort zeichnet unsere ländlichen Regionen aus und ist ein wichtiger Grund, warum viele Menschen das Leben auf dem Land der anonymen Großstadt vorziehen. Das Projekt des Evangelischen Dekanats Runkel ist ein Mosaikstein im Bild einer funktionierenden Gemeinschaft. Deshalb ist das Projekt für den Hessischen Demografie-Preis nominiert“, erläuterte der Demografie-Beauftragte. „Die Hessische Landesregierung investiert viel und schnürt millionenschwere Maßnahmenpakete, um für gleichwertige Lebensverhältnisse für Alt und Jung in Stadt und Land zu sorgen. Wir gestalten die gesellschaftlichen Veränderungen mit vielen Maßnahmen im Sinne eines Aufbruchs in eine gute Zukunft. Aber für attraktive, lebenswerte und zukunftsfähige ländliche Regionen braucht es die Bereitschaft der Menschen vor Ort mitanzupacken und sich für die Heimat zu engagieren. Im Großen wie im Kleinen. Wie das mit niederschwelligen Initiativen gehen kann, sehen wir hier in Runkel vorbildlich.“

  • „Reservemannschaft der Feuerwehr“ aus Grasellenbach-Wahlen, Landkreis Bergstraße
  • „Honigbienen, Wildbienen und Blühstreifen“ aus Runkel-Arfurt, Landkreis Limburg-Weilburg
  • „Die Marktscheune Wittelsberg“ aus Ebsdorfergrund-Wittelsberg, Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • „BARock-AG“ aus Bad Arolsen, Landkreis Waldeck-Frankenberg
  • „AlmerodeLIVE Studio“ aus Großalmerode, Werra-Meißner-Kreis
  • „Gemeinsam nachhaltig leben“ aus Silges, Landkreis Fulda

Hintergrund

Mit dem Demografie-Preis zeichnet die Landesregierung seit 2010 jährlich Projekte und Initiativen aus, die dem demografischen Wandel mit innovativen und kreativen Ideen entgegenwirken. Unter dem Motto „Wo Ideen Freiraum haben! Leben auf dem Land“ steht die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes im Mittelpunkt des mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Preises. Aus 111 Bewerbungen hat eine unabhängige Fachjury sechs Projekte ausgewählt. Bei der Preisvergabe sind die Kriterien Innovation, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit der Projekte entscheidend.