CdS mit Urkunde zur Auszeichnung "Starkes Dorf"

Hessische Staatzkanzlei

Land bringt Förderung von mehr als 28.500 Euro für Projekte im Landkreis Fulda auf den Weg

Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer: „Starke Dörfer stehen für aktive Dorfgemeinschaften – wir unterstützen sie als Hessische Landesregierung“

Hessen ist ein starkes Land. Das liegt nicht nur an seiner Finanzkraft, sondern vor allem auch an den Menschen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen – in der Stadt und in ländlichen Regionen. Mit dem Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt die Landesregierung Projekte von Vereinen, Verbänden, gemeinnützigen Organisationen oder privaten Initiativen, die den Zusammenhalt und die Lebensqualität in Dörfern verbessern. Davon profitieren nun auch acht Projekte aus dem Landkreis Fulda. Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat Förderungen in Höhe von insgesamt mehr als 28.500 Euro auf den Weg gebracht.

Starke Dörfer stehen für aktive Dorfgemeinschaften und wir unterstützen sie als Hessische Landesregierung. Der soziale Zusammenhalt und das Engagement sind in unseren ländlichen Regionen ein hohes Gut und Garant einer lebendigen Zukunft.
Axel Wintermeyer, Chef der Staatskanzlei

„Auch kleine Investitionen können dabei große Unterschiede für das Leben vor Ort schaffen, etwa wenn der generationenübergreifende Treffpunkt wieder zurück in die Ortsmitte kommt oder der Kinderspielplatz neu belebt wird“, betonte Staatsminister Wintermeyer.

Habel

Die „Dörfergemeinschaft Habel“ möchte bei der Organisation von Veranstaltungen, Dorf- und Vereinsfesten flexibel auf Wetterbedingungen und mögliche Corona-Beschränkungen reagieren können. Die Mitglieder wollen deshalb gemeinsam mit anderen Vereinen und Initiativen in Eigenleistung eine Brachfläche am Sportlerheim im Tanner Stadtteil befestigen und überdachen sowie Ausstattung für Open-Air-Veranstaltungen anschaffen. Dazu gehören beispielsweise Holz- und Bierzeltgarnituren, Pavillons und Sonnenschirme. Das Land unterstützt das Vorhaben, das dem Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zugutekommen wird, mit 4.753 Euro.

Ebersburg

Gleich drei Projekte werden in Ebersburg realisiert. Der Skat- und Kegelklub Altenhof möchte den Kinderspielplatz im Ort sanieren. Dazu werden die Vereinsmitglieder ein altes Gerät abtransportieren, Sand ausheben und Rasen säen. Ein separater Sandkasten mit Umrandung wird in die Rasenfläche eingefügt und ein Fundament für ein neues Spielgerät gelegt, das anschließend von den Vereinsmitgliedern aufgebaut wird. Von der Sanierung profitieren vor allem Kinder, ihre Eltern und Großeltern. Altenhof wird durch die Initiative noch familienfreundlicher. Die Freiwillige Feuerwehr Ried plant, auf einem Platz am Ortseingang eine Sitzgruppe mit Tisch und ein Waldsofa aufzubauen, die zur Erholung genutzt werden können. Außerdem soll der Spielplatz im Ort ein neues Spielgerät erhalten. Die Feuerwehrleute legen in ehrenamtlicher Arbeit ein Fundament für die Sitzgelegenheiten und kümmern sich um die Montage der Bänke und des Spielgerätes. Für beide Projekte gibt es eine Landesförderung von jeweils 5.000 Euro. Auch die Freiwillige Feuerwehr Schmalnau will den Spielplatz im Dorf attraktiver machen mit einem Angebot für alle Altersgruppen. Für Kleinkinder gibt es bisher nur den Sandkasten als Spielmöglichkeit. Für sie soll nun eine Minischaukel angeschafft und aufgestellt werden. Um die notwendige Standsicherheit zu gewährleisten, bekommen die Feuerwehrleute Unterstützung vom Bauhof beim Legen der Betonfundamente und dem Aufbau der Schaukel. Das Land beteiligt sich an diesem Projekt mit 2.118 Euro.

Hünfeld-Michelsrombach

Die Sportschützen aus Hünfeld-Michelsrombach wollen den Festplatz im Ort besser nutzen und dazu eine Fläche von knapp 30 Quadratmetern mit einer Holzkonstruktion überdachen. In diesem Bereich sollen Sitzmöglichkeiten fest installiert werden. Die Vereinsmitglieder wollen alle notwendigen Arbeiten in Eigenregie übernehmen. Sie werden Fundamente legen, Stützbalken aufstellen, das Dach installieren und Tische montieren. Die Landesregierung unterstützt die Schützen bei diesem Gemeinschaftsprojekt mit 4.994 Euro.

Seiferts-Ehrenberg

Der Gesangverein MGV Teutonia Seiferts-Ehrenberg will die Gemeinschaft junger Familien im Ort fördern und ein begehbares Holzhaus aufbauen und Spielsachen für den Spielplatz anschaffen. In dem abschließbaren Haus, zu dem jede Familie mit Kindern einen Schlüssel erhält, können Spielsachen gelagert werden. Die Aufbauarbeiten werden von den Vereinen aus Seiferts in ehrenamtlicher Arbeit übernommen. Das Land beteiligt sich an dem Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 4.179 Euro.

Großenmoor

In Großenmoor, einem kleinen Ort der Marktgemeinde Burghaun, möchte der Kulturverein das Backhaus in Schuss halten, das regelmäßig genutzt wird und die Bürgerinnen und Bürger beim gemeinsamen Backen zusammenbringen soll. Benötigt werden eine Dachrinne und ein Fallrohr. Außerdem soll ein Platz zur Lagerung von Holz gebaut und eine Markise angebracht werden. Der Kulturverein will die Montagearbeiten nach Möglichkeit in Eigenleistung erbringen und wird vom Land mit 1.200 Euro unterstützt.

Eichenzell-Lütter

Die Katholische Frauengemeinschaft in Eichenzell-Lütter bietet verschiedene Aktivitäten wie Mutter-Kind-Treffen, Seniorenkaffee, Vorträge und Lesungen im Pfarrheim und dem zugehörigen Garten an. Durch Corona wurden Veranstaltungen im Freien immer gefragter. Deshalb will die Frauengemeinschaft Stapelstühle und eine feststehende Holzsitzgruppe für den Außenbereich anschaffen. Diese soll von ihnen selbst zusammengebaut und gepflegt werdenl. Die Landesregierung beteiligt sich an dem Vorhaben mit 1.346 Euro.

Eine gute Dorfgemeinschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement

„Die Hessinnen und Hessen leben gerne auf dem Land. Jeder Zweite ist hier zu Hause. Deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Dörfer attraktive Lebensmittelpunkte für junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren bleiben. Unser erfolgreiches Starkes-Dorf-Programm ist ein Mosaikstein, der dazu beiträgt. Ich freue mich, die Projekte mit Respekt, Anerkennung und einer Finanzspritze zu unterstützen“, sagte der Chef der Staatskanzlei. Er bedauerte, dass eine persönliche Übergabe der Förderung aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich sei. „Wir hätten den Freiwilligen vor Ort gerne persönlich gedankt. Eine gute Dorfgemeinschaft lebt vom Miteinander, von gemeinsamen Aktivitäten der jungen und älteren Generation sowie sehr stark vom ehrenamtlichen Engagement. Ich weiß, mit welcher Freude und Leidenschaft die Menschen in ihren Dörfern anpacken, Herausforderungen angehen und Zukunft gestalten. Die Aktiven machen damit ihren Ort und letztlich unser Land Hessen lebenswert. Ich wünsche den Projekten im Landkreis Fulda viel Erfolg bei der Umsetzung.“

Hintergrund

Mit dem Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt die Hessische Landesregierung Projekte, die beispielgebend den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken, das Miteinander der Generationen fördern sowie die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. Das kann die Aufwertung eines Dorfplatzes, die Einrichtung eines Bolzplatzes oder auch die Renovierung eines Backhauses sein. Wichtig ist, dass alle mit anpacken und alle die neue Einrichtung später auch nutzen können. Anträge können von Vereinen, Verbänden und sonstigen Initiativen gestellt werden. Nicht antragsberechtigt sind Ortsbeiräte und Einzelpersonen.

Die Projekte werden mit Beträgen zwischen 1.000 und 5.000 Euro gefördert. Insgesamt stehen pro Jahr 500.000 Euro bereit. Mehr zur hessischen Offensive für ländliche Räume und dem Aktionsplan „Starkes Land – Gutes Leben“ steht im Internet unter https://www.land-hat-zukunft.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster

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