Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Jahresanfang steht traditionell für Aufbruch, Orientierung und den Blick nach vorn. Genau diese drei Begriffe werden auch das Jahr 2026 prägen. Denn wir stehen nicht am Anfang eines gewöhnlichen Arbeitsjahres, sondern am Beginn eines Jahres der Reformen.
Deutschland braucht Bewegung. In Verwaltung, Wirtschaft und Politik geht es darum, Strukturen zu modernisieren, Verfahren zu vereinfachen und staatliches Handeln wieder schneller, klarer und wirksamer zu machen. Die Bereiche Europa und Entbürokratisierung sind dabei nicht nur eng miteinander vernetzt – sie stehen auch gemeinsam in der Verantwortung, ihren Beitrag zu diesem Reformjahr zu leisten. Europäische Weichenstellungen und nationale Umsetzung greifen ineinander. Mit der europäischen Ebene haben wir deshalb einen zentralen Hebel für Reformen in der Hand. Es ist in unserem Interesse, dass wir diesen auch nutzen.
Hessen hat seine Reformagenda früh und entschlossen begonnen. Mit ersten wichtigen Schritten beim Bürokratieabbau, neuen Instrumenten und einem klaren politischen Willen zeigen wir, dass Veränderung möglich ist. 2026 wird das Jahr, in dem diese Maßnahmen weiter vertieft werden und spürbare Wirkung entfalten sollen – für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und für die Kommunen.
Gleichzeitig gewinnt die internationale Dimension weiter an Gewicht. Die regelbasierte internationale Ordnung steht unter Druck. Großmachtsdenken, geopolitische Blockbildung und ein erneutes Denken in Einflusszonen prägen zunehmend das globale Umfeld – teils auch in Regionen, die lange als stabil oder fern geopolitischer Machtprojektionen galten. Für Deutschland und die Europäische Union wird es entscheidend sein, in dieser Lage geschlossen aufzutreten, handlungsfähig zu bleiben und ihre Interessen klar zu vertreten. Europa ist dabei kein Nebenfeld, sondern ein zentraler Hebel für Stabilität, Sicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Der heutige Newsletter gibt Einblicke in aktuelle Schwerpunkte, laufende Vorhaben und die Themen, die uns zu Beginn dieses Jahres beschäftigen. Er soll informieren, zu unseren Dialogformaten und Veranstaltungen in Berlin, Brüssel und Wiesbaden einladen und den gemeinsamen Blick nach vorn schärfen.
Ich wünsche Ihnen ein kraftvolles, gesundes und frohes neues Jahr 2026.
Ihr
Manfred Pentz
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten,
Internationales und Entbürokratisierung