Hessische Staatskanzlei

Newsletter 02/2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jede Zeit hat ihre Herausforderungen. Doch vielleicht gab es noch nie so viele gleichzeitig wie heute. Alte Gewissheiten scheinen auf globaler Bühne nicht mehr zu gelten. Allianzen, die über Jahrzehnte Garanten für Verlässlichkeit und Stabilität waren, sind fragil geworden.

Umso wichtiger ist es, dass wir uns als Europäer auf die Suche machen nach neuen Partnern. Solche Aktivitäten gab es zu Beginn dieses Jahres viele. Die EU hat das Freihandelsabkommen mit dem Mercosur endlich unterzeichnet. Auch wenn es erst in einiger Zeit vollständig in Kraft treten kann – was ich sehr bedauere. Auf dem deutsch-ostafrikanischen Wirtschaftsgipfel Invest.EastAfrica! in Frankfurt und Berlin war eine unglaubliche Dynamik zu spüren. Das macht mir Mut für die Zukunft.

Globale Vernetzung ist für ein wirtschaftsstarkes Land wie Hessen extrem wichtig. Nicht immer braucht es dafür große Gipfel oder Abkommen. Manchmal sind es auch Vier-Augen-Gespräche, die für keine große Aufmerksamkeit sorgen. Vorige Woche habe ich mich in unserer Landesvertretung beispielsweise mit dem Botschafter von Singapur zusammengesetzt. Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass der asiatische Stadtstaat und unser schönes Hessen bei aller Unterschiedlichkeit vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Wir wollen unsere Partnerschaft intensivieren.

Und was hat das alles mit Entbürokratisierung zu tun? Sehr viel! Der feste Wille, das Leben der Menschen besser und vor allem einfacher zu machen, steht über allem. Zu viel Bürokratie kann gefährlich werden für die Demokratie. Die Bürgerinnen und Bürger müssen unserem Staat vertrauen. Und das tun sie, wenn es im Kontakt mit staatlichen Behörden läuft. Wenn zum Beispiel der Wunsch an uns herangetragen wird, dass man für seine Region ein anderes Kfz-Kennzeichen haben möchte, dann kümmern wir uns darum! Im Bundesrat setzen wir uns für eine Liberalisierung der Kennzeichenverordnung ein.

Im heutigen Newsletter stellen wir Ihnen und Euch genau diese Arbeit vor. Und natürlich gibt es wieder viele Informationen zu unseren Veranstaltungen.


Ihr 
Manfred Pentz
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, 
Internationales und Entbürokratisierung

Manfred Pentz Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Internationales und Europa

Europawochen vom 30. April bis 31. Mai 2026 
Machen Sie mit!

Wir stehen schon in den Startlöchern und hoffen, Sie auch!

Wie bereits in der letzten Ausgabe berichtet, bieten die anstehenden Europawochen erneut die Gelegenheit, mit eigenen Aktionen ein starkes Zeichen für Austausch, Zusammenhalt und Europa zu setzen. Ob große Bühne oder kleine Idee: Jetzt ist der richtige Moment, Projekte zu planen und Europa in Hessen sichtbar zu machen.

Machen Sie mit und füllen Sie die Europawochen mit Leben!

Nutzen Sie gerne unseren VeranstaltungskalenderÖffnet sich in einem neuen Fenster und tragen Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster Ihre Aktionen ein. 

Weitere Informationen zu den Europawochen und Möglichkeiten zur Beteiligung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Logo der Europawochen 2026

Unser Land des Monats: Italien

Italien steht Anfang 2026 in einem besonderen europäischen und internationalen Fokus: Vom 6. bis 22. Februar 2026 ist das Land Gastgeber der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo.

Als Gründungsmitglied der Europäischen Union prägt Italien die europäische Integration seit Jahrzehnten mit. Als drittgrößte Volkswirtschaft der EU und achtgrößte der Welt steht das Land zugleich für wirtschaftliche Stärke. Die „Cucina Italiana“ ist neben Marken wie Lamborghini, Ferrari, Gucci und Ferrero weltweit bekannt.

Zugleich ist Italien ein Ort, an dem europäische Geschichte in besonderer Dichte erlebbar ist: Antike, Renaissance und Moderne liegen hier oft nur wenige Schritte auseinander und prägen Identität und Selbstverständnis des Landes bis heute. Die Olympischen Winterspiele 2026 stehen exemplarisch für dieses Zusammenspiel von Tradition und Zukunft. Mit Austragungsorten in urbanen Zentren wie Mailand sowie in den alpinen Regionen rund um Cortina d’Ampezzo zeigen die Spiele die Vielfalt Italiens – von innovativen Metropolregionen bis hin zu nachhaltig genutzten Natur- und Kulturlandschaften.

Auch hessische Athletinnen und Athleten werden voraussichtlich Teil dieses internationalen Großereignisses sein: Insbesondere im Bob-Sport gelten Adam und Issam Ammour, Joshua Tasche sowie Kim Kalicki als aussichtsreiche Kandidaten für das deutsche Olympiateam und zählen damit zu den hessischen Hoffnungsträgern.

Für Hessen ist Italien ein besonders enger und langjähriger Partner. Hervorzuheben ist die Partnerschaft mit der Region Emilia-Romagna, die seit über 30 Jahren durch intensive politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Kontakte getragen wird. Hochschulkooperationen, Jugendaustausch, Wirtschaftsbeziehungen und gemeinsame Projekte im Bereich Innovation und Nachhaltigkeit bilden zentrale Säulen dieser Zusammenarbeit. 
Auch kulturell wird die Strahlkraft der Region Emilia-Romagna sichtbar: Das offizielle Iconic Poster der Olympischen Winterspiele 2026Öffnet sich in einem neuen Fenster wurde von der italienischen Illustratorin Olimpia Zagnoli gestaltet, die aus der Emilia-Romagna stammt. 

 

Einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo im Schnee

Einer der Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2026: Cortina d’Ampezzo

 

 

Invest.EastAfrica! – Hessen stärkt Brücken zwischen Europa und Ostafrika

Mit dem Invest.EastAfrica! German–East African Business and Investment Forum vom 27. bis 29. Januar in Frankfurt und Berlin hat Hessen einmal mehr seine Rolle als eines der internationalsten Bundesländer Deutschlands unterstrichen.

Über 100 Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter aus den Partnerstaaten der East African Community (EAC) waren bei uns zu Gast, um mit Unternehmen und Multiplikatoren aus Hessen und ganz Deutschland über konkrete Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten zu sprechen. Die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) gilt als einer der dynamischsten Wirtschaftsräume weltweit und als zentrales Tor zum afrikanischen Markt. Keine andere Region verzeichnet derzeit vergleichbare Wachstumsraten und bietet zugleich Zugang zu über 300 Millionen Menschen.

Die Konferenz zeigt erneut: Als zentraler Wirtschafts- und Logistikstandort bringt Hessen internationale Partner gezielt zusammen und, ermöglicht konkrete Kooperation und Austausch. Wir laden Schlüsselakteure aus aller Welt ein, um wirtschaftliche Investitionen anzustoßen.

Gemeinsam mit der GIZ, den Kammern und dem Afrikaverein der Deutschen Wirtschaft unterstützte die Hessische Landesregierung die Konferenz mit hochrangigen Vertretern der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Die Konferenz fand über drei Tage hinweg in Frankfurt am Main und Berlin statt. Im Fokus standen konkrete Investitionsvorhaben sowie Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Logistik und das Gesundheitswesen. Ziel war es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hessen, Deutschland und Ostafrika nachhaltig zu vertiefen.

Flyer der Konferenz mit Logos der Partner

EU-Bhutan Business Forum in Frankfurt

Anlässlich des EU-Bhutan Business Forums traf Staatssekretärin Karin Müller am 28. Januar 2026 in Frankfurt am Main eine hochrangige Delegation aus dem Himalaya-Königreich Bhutan. In diesem Rahmen traf sie den Premierminister Bhutans, Tshering Tobgay, sowie den bhutanischen Wirtschaftsminister Namgyal Dorji zu Gesprächen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit und mögliche gemeinsame Projekte.

International bekannt ist Bhutan für sein Leitprinzip des „Bruttonationalglücks“. Damit meint das Land, dass wirtschaftlicher Fortschritt nicht allein am Einkommen gemessen werden soll, sondern auch an Lebensqualität, sozialem Zusammenhalt, guter Regierungsführung und dem Schutz der Umwelt. Das konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschaftsmodell Bhutans sowie seine Rolle als Tor zum indischen Markt machen das Land zu einem interessanten Partner für Hessen.

Ziel des EU-Bhutan Business Forums war es, konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufzuzeigen, Wertschöpfung zu schaffen und verlässliche, langfristige Partnerschaften in die Zukunftsmärkte unserer Zeit aufzubauen. Das Forum fand vom 26. bis 29. Januar 2026 mit Stationen in Brüssel, Frankfurt und Prag statt.

Mit der Gastgeberrolle in Frankfurt unterstreicht Hessen erneut seinen Ruf als internationaler Wirtschaftsstandort und als Plattform für Austausch und Investitionen in Europa.

Staatssekretärin Karin Müller im Gespräch mit weiteren Veranstaltungsteilnehmenden

Das Foto zeigt v.l.n.r. Thorsten Schäfer-Gümbel (Vorstandssprecher der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), Tshering Tobgay (Premierminister des Königreichs Bhutan), Karin Müller (Staatssekretärin für Europa und Internationales), Nicola Beer (Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank) und Dr. Kambiz Ghawami (Vorsitzender des World University Service).

 

Ukrainische Schülerinnen und Schüler besuchen die Hessische Staatskanzlei

In der vergangenen Woche besuchte eine ukrainische Schulgruppe zusammen mit deutschen Schülerinnen und Schülern aus Herborn die Hessische Staatskanzlei. Herzlich empfangen wurden die Jugendlichen und ihre Begleiterinnen und Begleiter von Europaminister Manfred Pentz.

Der Besuch in Hessen fand auf Einladung von Kultusminister Armin Schwarz statt. Der Austausch ist Teil einer seit 2024 bestehenden Kooperation zwischen dem Johanneum Gymnasium in Herborn und dem Lyceum 241 in Kiew im Rahmen eines OECD-Projekts.

Staatsminister Pentz betonte die Bedeutung des Besuchs: „Unsere Unterstützung der Ukraine darf nicht nachlassen. Der Besuch bei uns in Hessen ist ein ganz konkretes Zeichen und ermöglicht den Jugendlichen eine Atempause in ihrem schwierigen Alltag. Das ist gelebte Solidarität bei uns in Hessen – im Herzen von Europa.“

Die Pressemitteilung zum Termin finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Mehrere Menschen stehen vor Gebäude.

Neues aus dem Europanetzwerk

Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche in Hessen – Seien Sie dabei!

Ehrenamtlich Aktive leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. In Bereichen wie Sport und Kultur oder durch soziale Angebote festigen sie unser Miteinander. Durch praxisnahe Schulungen der LandesEhrenamtsagentur Hessen soll dieses Engagement im Jahr 2026 weiter gestärkt werden.
Die Angebote stehen allen Engagierten offen – unabhängig von Alter, Wohnort oder Einsatzbereich. Hessen nimmt bundesweit eine Spitzenrolle beim Ehrenamt ein und will diese Position auch in Zukunft sichern.

Die Pressemitteilung und weitere Informationen zu den verschiedenen Angeboten finden Sie
hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

 

Euroscola-Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2026 – Jetzt bis zum 16. April bewerben!

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen europäischen Ländern im Plenarsaal des Europäischen Parlaments debattieren – Klingt gut? Dann aufgepasst!

Das Euroscola-Programm bringt Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten, Bewerberländern und ehemaligen Mitgliedstaaten in Straßburg zusammen. Sie debattieren gemeinsam, ergreifen Partei, verhandeln, reichen Änderungsanträge ein, stimmen ab und nehmen dann Entschließungen zu aktuellen europäischen Themen an. Die Jugendlichen können sich dabei mit der Arbeitsweise der EU-Organe vertraut machen und ihre Meinung zu den Entscheidungen äußern, die auf EU-Ebene gefällt werden. Sie können sich in französischer, deutscher, italienischer, spanischer und englischer Sprache zu Wort melden und Beiträge auf Französisch, Deutsch und Englisch anhören.

Die Bewerbungsfrist für die nächsten Termine im 2. Halbjahr 2026 ist der 16. April 2026.

Wichtige Informationen

  • Pro Veranstaltung können Gruppen von bis zu 24 Schülerinnen und Schülern mit 2 Lehrkräften teilnehmen. Die Reise- und Übernachtungskosten werden vom Europäischen Parlament bezuschusst.
  • Zugelassen sind Klassen von weiterbildenden Schulen, wobei die Schülerinnen und Schüler mindestens 14 Jahre alt sein müssen und möglichst nicht älter als 19 Jahre alt sein sollten, Ausnahmen sind aber möglich.
  • Die Veranstaltungen finden bis auf weiteres im hybriden Format statt, so dass eine Teilnahme vor Ort und online möglich ist. Die Verlosung findet nur für die Teilnahme vor Ort statt. Für die Online-Teilnahme ist keine Bewerbung nötig und Schulen können sich bis zu zwei Tage vor dem Termin per Mail anmelden.

Wenn Sie mit Ihrer Schule Interesse an einer Teilnahme haben, füllen Sie bitte dieses FormularÖffnet sich in einem neuen Fenster aus. Weitere Informationen zu Euroscola und den konkreten Terminen finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Die Flaggen der EU sowie der EU-Mitgliedstaaten wehen vor dem Europäischen Parlament

EU-Concours für Hochschulabsolventinnen und -absolventen 2026 – noch bis zum 10. März bewerben!

Ob Frieden und Sicherheit, Klimaschutz, Wirtschaft oder Digitalisierung: In der EU werden die Weichen für die Zukunft Europas gestellt. Wer diese aktiv mitgestalten möchte, kann sich bis zum 10. März beim allgemeinen EU-Auswahlverfahren („Concours“) für Hochschulabsolventinnen und -absolventen bewerben. Der Concours eröffnet den Weg zu einer Karriere als EU-Beamtin oder -Beamter – mit spannenden Aufgaben und vielfältigen Perspektiven.

Concours – Wie funktioniert‘s?
Der Concours ist das zentrale Auswahlverfahren der EU für den Einstieg in den öffentlichen Dienst. Er richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Fachrichtungen und führt bei Erfolg zu einer unbefristeten Stelle als Administrator/in (AD5). Organisiert wird das Verfahren vom Europäischen Amt für Personalauswahl (EPSO).

Warum bewerben?
Eine EU-Karriere bedeutet, an Entscheidungen mitzuwirken, die das Leben von 450 Millionen Menschen in ganz Europa betreffen – in Bereichen wie Sicherheit, Klimaschutz, Wirtschaft und Digitalisierung. Die Arbeit ist international, vielfältig und erfordert interkulturelle Kompetenz – eine spannende Herausforderung.

Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können EU-Bürgerinnen und -Bürger mit abgeschlossenem (oder kurz vor Abschluss stehendem) Hochschulstudium, die Kenntnisse in mindestens zwei EU-Amtssprachen (eine C1, eine B2) besitzen. Berufserfahrung wird nicht vorausgesetzt, eine Altersgrenze gibt es nicht.

Weitere Informationen zum Auswahlverfahren finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

 

Wie sieht der Rest der Welt Europa heute? – Aufruf zur Teilnahme am Redewettbewerb „Meine Rede für Europa 2026“ des EU-Kantons Rhein-Main e. V.

Die globale Ordnung befindet sich im Wandel: Neue Machtzentren entstehen, internationale Bündnisse wie die BRICS gewinnen an Einfluss, während sich gleichzeitig Staaten der Europäischen Union annähern. Doch wie wird Europa heute von außen wahrgenommen? Als Vorbild, Partner, Konkurrent oder Auslaufmodell?

Im Redewettbewerb „Meine Rede für Europa 2026“ sind Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis dazu aufgerufen, ihre persönliche Sicht auf die Frage „Wie sieht der Rest der Welt Europa heute?“ in Form einer Rede darzulegen. Gefragt sind keine „richtigen“ Meinungen, sondern klar formulierte Gedanken, logisch aufgebaute Argumente und rational nachvollziehbare Schlussfolgerungen.

Interessierte können ihre eigenständig verfasste, ausformulierte Rede im Umfang von mindestens zwei und höchstens vier Seiten unter Angabe aller verwendeten Quellen im Anhang bis zum 16. März 2026 als PDF-Datei unter info@kanton-rhein-main.eu einreichen.

Es winken Preisgelder im Wert von 150 Euro, 100 Euro und 50 Euro für die Plätze 1 bis 3.

Die Preisverleihung findet am 8. Mai 2026 in der Aula der Hohen Landesschule Hanau statt.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Webseite des EU-Kantons Rhein Main e. V.Öffnet sich in einem neuen Fenster 

Auf dem Foto ist die obere Hälfte einer Frau zu sehen, die sich eine Sprechblase im EU-Design vor das Gesicht hält, sodass dieses nicht mehr zu sehen ist.

Best Practice: Deutsch-französische Begegnung für Auszubildende „Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten / Découvrir. Comprendre. Façonner.“

Auch heute stellen wir Ihnen wieder ein tolles Projekt aus unserem Netzwerk vor:

In der Woche vor Weihnachten trafen sich Auszubildende aus Hessen und der französischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine zu einem deutsch-französischen Austauschtreffen in Straßburg. Unter dem Titel „Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten“ kamen insgesamt 18 junge Erwachsene zusammen, um sich eine Woche lang mit europäischen Themen, demokratischem Engagement und ihren Erfahrungen und Visionen als junge Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union auseinanderzusetzen. 

Eine Collage aus drei Bildern. Links sieht man zwei Bilder mit Jugendlichen in einem Workshop, rechts ein Gruppenfoto vor Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten im Europäischen Parlament

Organisiert wurde die Begegnung von Arbeit und Leben Hessen und der Fondation INFA, die Kernthemen der beiden Organisationen – politische Bildung auf der einen und Berufsbildung auf der anderen Seite – haben sich hier hervorragend ergänzt. Finanziell unterstützt wurde die Fahrt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Hessische Staatskanzlei sowie den Conseil Régional Nouvelle-Aquitaine.

Weiterlesen können Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

 

 

Entbürokratisierung
 

Blaupause für den Bund – Hessen bleibt Taktgeber

Bürokratielasten sind im Alltag nicht nur störend und frustrierend. Sie kosten auch Geld und lähmen die wirtschaftliche Entwicklung. Die Hessische Landesregierung hat früh erkannt, dass übermäßige Bürokratie mehr ist als eine lästige Geduldsprobe. Mit effektiven Schritten hat sie den Schwung im Land genutzt. Mit dem Ersten Bürokratieabbaugesetz (BAG I)Öffnet sich in einem neuen Fenster wurden 120 Maßnahmen in 90 Vorschriften vereinfacht oder gestrichen.

Das Beste daran: Das Gesetz ist bereits seit dem 1. Januar 2026 in Kraft. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet es deutliche Vereinfachungen im Alltag: Anträge bequem per Mail einreichen; Prüfungsanmeldungen mit Personalausweis statt mit beglaubigter Kopie der Geburtskurkunde; Verzicht auf Führungszeugnisse beispielsweise beim Führen eines Fahrzeugs bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ehrenamtliche und Vereine müssen den Ausschank von Getränken bei Festen nicht mehr beim Ordnungsamt melden. Das BAG erleichtert auch Betreibern von Pflegeheimen den Alltag: die Pflicht zur jährlichen Meldung der Arbeitszeiten aller Mitarbeiter ist ersatzlos gestrichen.

„Wir machen Hessen Tag für Tag ein Stück einfacher und bürgerfreundlicher“, so der hessische Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz. Dass Hessen Benchmarks im Bund setzt, zeigt die Föderalen ModernisierungsagendaÖffnet sich in einem neuen Fenster. Viele der Ansätze und Maßnahmen der gemeinsamen Agenda für Bund und Länder greifen auf hessische Vorgaben und Ideen zurück. Etwa das Pilotprojekt – „Die Steuer macht das Amt“ – oder die Reduzierung der Übererfüllung von EU-Recht – das sogenannte Gold-Plating. Experimentierräume für Standardabweichungen werden mit dem hessischen Kommunalen Flexibilisierungsgesetz (KommFlexG) bereits auf den Weg gebracht. Kommunen erhalten damit Gestaltungsräume und Eigenverantwortung zurück und können ihren Aufgaben gezielter nachkommen.

Staatsminister Pentz kündigte mit Inkrafttreten des ersten bereits das Zweite Bürokratieabbaugesetz an, um weitere Hürden abzubauen. Für dieses Jahr sind unter anderem folgende Maßnahmen geplant: Das Verwaltungsverfahrensgesetz wird weiter modernisiert. Großprojekte sollen Prozesse beschleunigt durchlaufen, Schwellenwerte sollen angehoben werden, und in zahlreichen Verfahren wird die Nachweispflicht durch eine einfache Vorhaltepflicht ersetzt werden. 

 

Bewegung bei Planungs- und Genehmigungsverfahren

Bei der Planung und Genehmigung von Infrastrukturvorhaben kommt es oft zu Verzögerungen, weil Umweltverbände Klage einreichen, die keine unmittelbare Betroffenheit nachweisen müssen. Damit fehlt ihnen der lokale Bezug und sie können dennoch die Vorhaben auf nicht absehbare Zeit ausbremsen. Mit der Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfs-Gesetzes werden Klagemöglichkeiten für Umweltverbände neu geregelt und „Klarheit, Tempo und Planungssicherheit für Infrastrukturprojekte“ geschaffen, so Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). So müssen Umweltverbände ihre Bedenken künftig bereits im Verwaltungsverfahren geltend machen. Weiterhin wird die Anerkennung klageberechtigter Umweltverbände befristet, zunächst auf fünf, später auf zehn Jahre. Zudem soll die aufschiebende Wirkung von Rechtsbehelfen wegfallen.

Die Bundesregierung hatte am 17. Dezember 2025 das Infrastruktur-Zukunftsgesetz (InfZuG)Öffnet sich in einem neuen Fenster beschlossen. Dafür investiert er so viel wie nie. Bis 2029 fließen 169 Milliarden Euro in die Sanierung kaputter Straßen, überlasteter Schienenwege und maroder Brücken und Wasserstraßen. Die Hessische Landesregierung wird in diesem Jahr das Verwaltungsverfahrensgesetz modernisieren, um Großprojekte durch flexiblere Öffentlichkeitsbeteiligungen und moderne Einwendungsfristen zu beschleunigen.

Terminvorschau

  • 28. Februar - 8. März 2026: Frühjahrs-Ausstellung 2026, Messe Kassel: Auch in diesem Jahr bietet die Frühjahrs-Ausstellung auf dem Messe-Gelände in Kassel wieder ein breites Spektrum an Entdeckungen und Erlebnissen.
    Thematisch steht in diesem Jahr der Bürokratieabbau auf unserem Hessenstand im Vordergrund. Kommen Sie zu uns und lassen Sie sich informieren, welche neuen Maßnahmen die Landesregierung für Hessinnen und Hessen auf den Weg bringt. Ob Bürokratiemelder oder Erstes Bürokratieabbaugesetz – es gibt viel Neues! 

Der nächste Newsletter erscheint am 3. März.

Kontakt

Verantwortlich: Christoph Scheld, Pressesprecher des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigten des Landes Hessen beim Bund

Hannah Wangard

Redaktion

Abteilung Internationales und Europa

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