Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Krieg im Nahen Osten hält uns derzeit alle in Atem.
Es ist gut und richtig, dass das brutale Mullah-Regime endlich in die Schranken gewiesen wurde. Wer über Jahrzehnte massiv und systematisch Frauen unterdrückt, der hat jede moralische Legitimation verloren. Wer Oppositionelle einsperrt oder gar hinrichtet, der muss die Macht verlieren.
Man kann den Eindruck gewinnen, die Welt sei aus den Fugen geraten. Und doch gibt es immer auch Hoffnung. In diesen Tagen bin ich in Brüssel unterwegs. Für Europa liegt in diesen schwierigen Zeiten auch eine Chance. Die Europäische Union muss eine aktive Rolle spielen und ich bin fest davon überzeugt: Sie kann das auch. Wenn wir mit einer Stimme sprechen.
Wichtig ist dafür immer, dass man im Gespräch bleibt. Unsere Solidarität gilt den mutigen Frauen und Männern, die im Iran für ihre Freiheit auf die Straße gehen. Ebenso wie den vielen Tausend in Hessen, die ihre Wurzeln im Iran haben. Ich bin aber auch auf politischer Ebene in engem Austausch mit den diplomatischen Vertretungen der attackierten Nationen: von Israel über die Golfstaaten bis hin zum amerikanischen Generalkonsul in Frankfurt.
Bei all den Krisen dürfen wir auch nicht vergessen, dass in unserer Nachbarschaft – in der Ukraine – seit vier Jahren der russische Angriffskrieg tobt.
Wir haben immer wieder unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bekundet. Jetzt machen wir die noch konkreter und planen eine Regionalpartnerschaft mit der ukrainischen Oblast KiewÖffnet sich in einem neuen Fenster.
Konstruktiv gemeinsam am Europäischen Haus zu bauen, das ist nicht nur die Arbeit der großen Politik. Das funktioniert auch im Kleinen. Wie bei der EuropaIdeenSchmiede, die sich im Februar in der Staatskanzlei in Wiesbaden getroffen hat.
Und in Brüssel arbeiten wir ja ohnehin ständig an der Europäischen Integration und internationaler Vernetzung. Die gut besuchten Veranstaltungen in unserer Landesvertretung in Brüssel bezeugen eindrucksvoll: Hessen wird als guter Gastgeber und Networking-Manager wahrgenommen. Wir bieten den Raum für Austausch, Dialog und persönliche Begegnungen.
Im heutigen Newsletter stellen wir Ihnen und Euch genau diese Arbeit vor. Und natürlich gibt es wieder viele Informationen zu unseren Veranstaltungen in den nächsten Wochen.
Ihr
Manfred Pentz
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten,
Internationales und Entbürokratisierung