Hessische Staatskanzlei

Newsletter 06/2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in den vergangenen Tagen war ich weit weg und doch ganz nah. In der Ukraine haben wir die Zukunftspartnerschaft mit der Oblast Kiew besiegelt. Sie ist ein ganz konkretes Zeichen der Solidarität. Mich hat der Besuch in Kiew tief bewegt. Unter unfassbar harten Bedingungen leisten die Menschen in der Ukraine Widerstand gegen den russischen Aggressor. Sie verteidigen damit nicht nur ihre Freiheit – sondern auch die Europas.

Wir denken schon an die Zeit nach dem Krieg und den Wiederaufbau. Hessische Unternehmen können hier viel Expertise einbringen. Das Vertrauen dafür bauen wir jetzt auf. Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Gleich danach ging es gemeinsam mit einer Delegation von Landtagsabgeordneten weiter zu einem unserer ältesten Partner. Mit der Emilia-Romagna können wir nächstes Jahr 35 Jahre Partnerschaft feiern. Die wunderbare Region im Norden Italiens ist nicht nur reich an Natur, Kultur und kulinarischen Schätzen. Sie ist auch ein wirtschaftliches Powerhouse Italiens. Auf unserer Dienstreise war es mir besonders wichtig, diesen Aspekt stärker in den Fokus unserer Zusammenarbeit zu rücken. Ob in der Luft- und Raumfahrttechnik, bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz oder in Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik. In allen diesen Zukunftsbranchen sind Hessen und die Emilia-Romagna führend. Gemeinsam können wir noch stärker werden. Hessen und die Emilia-Romagna: Das passt!

Was den beiden Dienstreisen zu neuen und alten Partnern gemeinsam ist: Wir engagieren uns für Europa. Wir stehen nicht am Rand, sondern übernehmen aktiv Verantwortung. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus der Überzeugung heraus: Was Europa stärkt, stärkt Hessen!

Und was auch all unseren Unternehmungen zur besseren Vernetzung Hessens in der Welt gemeinsam ist: man kann sie mitverfolgen. Viele Eindrücke und den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen teilen wir auf unseren Social Media-Kanälen bei InstagramÖffnet sich in einem neuen Fenster und LinkedInÖffnet sich in einem neuen Fenster. Folgen Sie uns.

 

Ihr 
Manfred Pentz
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, 
Internationales und Entbürokratisierung

Manfred Pentz Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Internationales und Europa

Europakino mit Europaminister Manfred Pentz in der Caligari FilmBühne

Im Rahmen der zentralen Aktion der Hessischen Landesregierung anlässlich der diesjährigen Europawochen in Verbindung mit dem EU-Schulprojekttag hatte Europaminister Manfred Pentz Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 11 zum Europakino eingeladen.

In der frisch renovierten Caligari FilmBühne gab es eine Premiere: Erstmals wurden die Europa-Erklärvideos mit Clarissa Corrêa da Silva präsentiert. Zur Feier des Tages stellte die Journalistin und Moderatorin die ersten Videos zu den Themen Bürokratieabbau und Demokratie gemeinsam mit Staatsminister Pentz vor.

Danach hatten die rund 150 Jugendlichen in lockerer Atmosphäre Gelegenheit zum Austausch mit dem Europaminister und Clarissa. Auch die Wiesbadener Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung, Maral Koohestanian, nahm daran teil.

Europaminister Pentz betonte, es sei beeindruckend, mit welcher Neugier und welchen klaren Fragen die jungen Menschen an die europäischen Themen herangingen. Europa lebe davon, dass man es immer wieder neu erkläre – und zwar dort, wo die Jugend sei: in den sozialen Medien, im Klassenzimmer und im direkten Gespräch.

Zum Abschluss des Europakinotages wurde der Spielfilm „L’auberge espagnole“ gezeigt.

Kinosaal mit Europataschen auf den Sitzen

Weitere Informationen zur zentralen Veranstaltung anlässlich der Europawochen sowie Aufnahmen aus der Caligari FilmBühne finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.


 

EU oder nicht EU? – Europa-Erklärvideos mit Clarissa da Silva

Europa und die EU – für viele abstrakt und bürokratisch. Das wollen wir ändern!

Die EU beeinflusst Themen, die junge Menschen direkt betreffen und damit auch interessieren – etwa Klimapolitik, Reisefreiheit, Datenschutz, Bildung oder digitale Rechte. Doch oft ist nicht klar, welche Dinge konkret damit verbunden sind und wo/wie die EU im Alltag wirkt.

In unseren kurzen Videos der Reihe „EU oder nicht EU?“ mit Clarissa erklären wir diese Zusammenhänge und zeigen, wo uns alltäglich Prozesse, Debatten und Entscheidungen der EU betreffen und begegnen.

Weitere Informationen und die bereits veröffentlichten Videos finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Reinschauen lohnt sich!

Schrift "EU oder nicht EU?", daneben Clarissa

Behind the scenes beim Europa-Erklärvideodreh

Wie läuft eigentlich ein professioneller Videodreh ab? Wir hatten die Gelegenheit, bei den Aufnahmen für die ersten Erklärvideos zum Thema Europa persönlich dabei zu sein und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen!

Neugierig geworden? Unseren Bericht zum Drehtag sowie Foto- und Videoeinblicke vom Set finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Clarissa im Filmset vor einem Greenscreen

Unser Land des Monats: 12 Punkte für Bulgarien!

Herzlichen Glückwunsch nach Sofia! Bulgarien hat den Eurovision Song Contest gewonnen und bringt aktuell Europa zum Tanzen. Auch wir sagen: Bangaranga. Der Begriff bedeutet „Unruhe“ oder „Aufruhr“, beziehungsweise im Kontext des Songs (I’m the Bangarang-, Bangaranga) frei übersetzt „Unruhestifterin“ und steht auch für Selbstbewusstsein und das Entdecken innerer Stärke sowie das Besiegen von Ängsten. Doch das Land an der Schwarzmeerküste glänzt nicht nur auf der Musikbühne, sondern ist für Hessen ein ganz wichtiger Partner in der Europäischen Union.

Wie lebendig diese Verbindung ist, sehen wir gerade auch in Hessen: Über 55.000 Bulgarinnen und Bulgaren leben aktuell in Hessen. Diese große Diaspora bildet eine starke Brücke zwischen unseren beiden Ländern. Wichtige Orte der Begegnung sind dabei die Deutsch-Bulgarischen Gesellschaften in Darmstadt, Frankfurt und Gießen. Über diese wertvollen Kontakte hinaus verbindet uns eine enge Zusammenarbeit im Außenhandel oder in der Bildungszusammenarbeit. Auch hat Bulgarien ein eigenes Generalkonsulat in Frankfurt und unterhält eine weitere honorarkonsularische Vertretung in Darmstadt.

Und unsere Partnerschaft mit Bulgarien hat zudem tiefe historische Wurzeln, die eng mit dem Haus Battenberg verknüpft sind. Im Jahr 1879 wählte die bulgarische Nationalversammlung den Sohn des Prinzen Alexander von Hessen-Darmstadt zu ihrem ersten Fürsten – Alexander von Battenberg. Der Name „Battenberg“ stammt aus Nordhessen: Alexanders Familie erhielt ihn nach der Stadt und dem historischen Adelsgeschlecht Battenberg. Aus dieser hessisch-bulgarischen Verbindung entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit in Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultur, die bis heute anhält. Fun fact: Der englische Zweig der Familie übersetzte den Namen später zu „Mountbatten“ – daraus stammt unter anderem die Familie von Prinz Philip.

Wir gratulieren Bulgarien zum ESC-Erfolg und freuen uns auf die Zukunft unserer starken europäischen Partnerschaft!

Die bulgarischen Künstlerinnen und Künstler feiern den ESC-Sieg

Neues aus dem Europanetzwerk

Rückblick: Europafeste anlässlich der Europawochen

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Abteilung für Internationales und Europa der Hessischen Staatskanzlei am Frankfurter Europafest. Am gemeinsamen Informationsstand mit dem hessischen EUROPE DIRECT-Informationszentrum (ED) Relais Rhein-MainÖffnet sich in einem neuen Fenster am 9. Mai 2026 auf dem Frankfurter Römerberg konnten sich die Besucherinnen und Besucher über Europa in Hessen informieren. Mit einem spannenden Bühnenprogramm, verschiedensten Informationsständen und einem vielfältigen kulinarischen Angebot wurde dem Festmotto „MitFrankfurt. MitEuropa. MitEinander.“ Bei sonnigem Wetter Rechnung getragen und Europa gefeiert.

Collage mit Eindrücken vom Europafest

Ebenfalls mit einem gemeinsamen Stand vertreten waren die Abteilung für Internationales und Europa und das ED Relais Rhein-Main am 31. Mai auf dem Europafest in Obertshausen. Neben einem bunten Bühnenprogramm erwarteten die Besucherinnen und Besucher verschiedenen Informationen zum Thema Europa und Europäische Union, Speisen und Getränke verschiedenster europäischer Länder sowie zahlreiche Angebote zum Mitmachen, so konnten beispielsweise Europataschen gestaltet werden. 

 

Entbürokratisierung

Hessen in der ersten Liga – Fulda als Pilotstandort für „Schneller Gründen“ ausgewählt

Die hessische Stadt Fulda ist gemeinsam mit der Gemeinde Petersberg als einer von neun bundesweiten Pilotstandorten für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt worden. Bei diesem Projekt arbeiten Bund, Länder und Kommunen zusammen, um den Gründungsprozess – von der Gewerbeanmeldung bis zur steuerlichen Registrierung – zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Auswahl der Pilotstandorte erfolgte anhand festgelegter Kriterien. Dabei waren vor allem technische Einigung und Kompatibilität mit der Kombiantrag entscheidend. Um unterschiedliche Rahmenbedingungen abzubilden, wurde zudem auf eine regionale Verteilung zwischen städtischen und ländlichen Räumen sowie auf eine ausreichende Zahl von Unternehmensgründungen an den jeweiligen Standorten geachtet.

Da über 80 Prozent aller Neugründungen Einzelunternehmen sind, setzt das Projekt hier an: Durch die Bündelung der Anträge werden Doppelerfassungen vermieden, Rückfragen reduziert und der Prozess beschleunigt. Trotz eines Rekordjahres für Start-ups 2025 ist der Gründungsprozess oft noch zu kompliziert und zeitaufwendig. Ein interdisziplinäres Team bestehend aus dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung und dem DigitalService des Bundes setzt das Projekt seit Oktober 2025 um. Im Mai 2026 startete die Zusammenarbeit mit den Pilotstandorten für den Kombiantrag (Gewerbe- und Steueranmeldung), auf die im Juli 2026 die Testphase unter Realbedingungen folgen wird. Nach erfolgreicher Pilotphase folgt die Ausweitung auf weitere Unternehmensformen und die bundesweite Einführung. Weitere Informationen zum Projekt stehen hierÖffnet sich in einem neuen Fenster zur Verfügung.

Obwohl die Umsetzung des politischen Ziels damit erst beginnt und noch mehrere Jahre andauern wird, dürfen kurzfristig deutliche Verbesserungen für Gründungen erwartet werden. „Wir wollen Hessen besser, schneller und einfacher machen,“ so Entbürokratisierungsminister Manfred Pentz. Dass Fulda beim Pilotprojekt mit dabei ist, zeige einmal mehr: Wenn es um Bürokratieabbau geht, spielt Hessen in der ersten Liga, so Pentz.

Landesregierung unterwegs im Land – Entbürokratisierung on Tour

„Wer etwas ändern will, muss wissen, wo der Schuh drückt!“ Bei der Frühjahrsausstellung in Kassel im März und der Messe in Wächtersbach im Mai 2026 waren Mitglieder der Landesregierung vor Ort, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltungen standen ganz im Zeichen der Entbürokratisierung: Seit Jahresbeginn ist das Erste Bürokratieabbaugesetz in Kraft. Damit werden zahlreiche Erleichterungen geschaffen und bürokratische Hürden für Unternehmen, Vereine und Bürger abgebaut. Beispielsweise wird die Schriftformerfordernis aufgehoben – eine einfache Mail reicht künftig beim Kontakt mit Behörden aus. Das spart Zeit und Geld auf beiden Seiten! Auch beglaubigte Kopien sind in vielen Fällen nicht mehr notwendig. Weitere Information zu den vielen Maßnahmen der Landesregierung sind unter Besser Einfach HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster zusammengefasst. 

Messestand mit Sitzgruppe im Vordergrund

Erstes Europa-Erklärvideo zum Thema Entbürokratisierung

Die oben vorgestellten Europa-Erklärvideos mit Clarissa da Silva erklären europäische Zusammenhänge und zeigen, wo uns alltäglich Prozesse, Debatten und Entscheidungen der EU betreffen und begegnen. 
Das erste Video dieser neuen Reihe widmet sich dem Thema Entbürokratisierung – schauen Sie doch mal rein!

Terminvorschau

Internationales, Europa und Entbürokratisierung auf dem Hessentag

  • 12. bis 21. Juni | Hessentag in Fulda: Auch in diesem Jahr sind die Bereiche Internationales, Europa und Entbürokratisierung am Stand der Hessischen Staatskanzlei auf dem Hessentag in Fulda vertreten. Schauen Sie doch mal vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Aus dem Europanetzwerk

  • Wanderausstellung #EUWomen im Kreis Offenbach: Noch bis zum 30. Juni 2026 werden im Kreishaus in Dietzenbach 20 Kurzbiografien vorgestellt, die die Rolle von Frauen in der EU-Politik darstellen und deren Verdienste würdigen. Außerdem werden aktuelle Themen wie strukturelle Ungleichheit und Chancengleichheit beleuchtet, sowie das bisher Erreichte gezeigt. Weitere Informationen finden Sie beim EUROPE DIRECT-Informationszentrum Relais Rhein-MainÖffnet sich in einem neuen Fenster.
     
  • 19. Juni 2026, 18.00 bis 23.15 Uhr | Europäisches Fest der Musik Frankfurt, organisiert durch den Zusammenschluss der Kulturinstitute EUNIC (European Union National Institutes for Culture) Frankfurt: Vier Bands, vier Sprachen, Eintritt frei. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.
     
  • 2. Juli, 16.00 Uhr | Online-Vortrag des EUROPE DIRECT-Informationszentrums NordOstHessen: Die gemeinsame Veranstaltung mit der Bundesagentur für Sprunginnovation (SPRIND) informiert über das European Digital Identity Wallet („EUDI-Wallet"). Weitere Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten zur Veranstaltung finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Der nächste Newsletter erscheint am 7. Juli.

Kontakt

Verantwortlich: Christoph Scheld, Pressesprecher des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigten des Landes Hessen beim Bund

Hannah Wangard

Redaktion

Abteilung Internationales und Europa

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