Präsentation der Preisträger des Wettbewerbs von „Jugend forscht“

Auf Einladung von Europaministerin Lucia Puttrich haben zum zwölften Mal Preisträgerinnen und Preisträger des Talentförderungswettbewerbs „Jugend forscht“ ihre Projekte in der Hessischen Landesvertretung vorgestellt. Die Präsentation von Deutschlands und Hessens besten Jungforschern zeigt die Faszination des Wettbewerbs und die beeindruckende Vielfalt der entstandenen Arbeiten.

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Der Erfindergeist und die Kreativität der jungen Generation ist ungebrochen. Beleg dafür sind die 12.150 jungen Nachwuchstalente, die sich unter dem Motto „Frag nicht mich, frag dich!" am diesjährigen Förderwettbewerb Jugend forscht beteiligt haben. Jungforscherinnen und Jungforscher haben ihre innovativen Ideen in ihren Projekten umgesetzt und diese stolz der Öffentlichkeit in Brüssel präsentiert. Bei seinem Rundgang zu den Ständen der einzelnen Projekte diskutierte Europastaatssekretär Mark Weinmeister mit den 13 - 21-jährigen Talenten über ihre Forschungsergebnisse. Jürgen Tiedje, Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, hob in seiner Begrüßung hervor, dass gerade im Bereich der Forschung kein Unterschied zwischen Jung und Alt gemacht werden dürfe, da jede Generation ihren Beitrag leisten könne. Dr. Sven Baszio, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V., wies darauf hin, dass die junge Generation vor neuen Herausforderungen stehe. Themen wie Klimaschutz, die Energiewende oder die Welternährung hätten mittlerweile oberste Priorität erlangt.

„In Hessen legen wir viel Wert darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler in den MINT-Fächern frühzeitig gefördert werden. Das ist ein Grund dafür, dass unser Bundesland seit vielen Jahren beim Wettbewerb Jugend forscht sehr gut abschneidet“, sagte die Hessische Europaministerin Lucia Puttrich. Die jährliche Veranstaltung in Brüssel bietet jungen Talenten eine Bühne, um der europäischen Öffentlichkeit zu zeigen, wie viel kreatives Potenzial es bereits in den Klassenzimmern gibt“, sagte Puttrich weiter. „Der Weg von der Projektidee zur praktischen Umsetzung erfordert viel Durchhaltevermögen und Ehrgeiz. Dafür gebührt den jungen Talenten, aber auch den Eltern und den Betreuern in den verschiedenen Bildungseinrichtungen, große Anerkennung. Mit der Einladung nach Brüssel wollen wir dem Rechnung tragen.“

Der Leiter des Landeswettbewerbs Jugend forscht, Oliver Karplak, freute sich über die innovativen Projekte und war besonders stolz über die rege Beteiligung bei den zahlreichen regionalen und landesweiten Wettbewerben. Arbeitswelt, Robotik, Biotechnologie, Technik sowie innovative Konzepte für mehr Umweltschutz und weitere Erfindungen standen im Mittelpunkt.

Als Vertreter des Hessischen Landeswettbewerbs präsentierten Tom Götz (18), Moritz Neumann (18) und Nikita Tatsch (19) ihr Projekt „AutoRain 2.0“. Die Schüler des Lessing-Gymnasiums in Lampertheim haben ein Wechselträgersystem entwickelt, das Landwirte bei vielseitigen Arbeitsgängen wie etwa der  Düngerausbringung Alltag entlastet werden können.

Mit „Insektenpathogenen Pilzen und ihrem Potenzial Kunststoff biologisch abzubauen“ hat sich Christos Assiklaris (17) aus Offenbach beschäftigt. Er ist  auf Mikroorganismen gestoßen, die helfen, Kunststoff abzubauen. Xenia Epp (17), Lisa May (14) und Emily Bauer (17) aus Marburg gingen mit ihrem Projekt „Mit Körpersprache zur 1+“, das Problem des suboptimalen Vortragens von Präsentationen aufgrund einer ungeeigneten Körpersprache an. Erstmalig war auch ein Projekt des Wettbewerbs „Schüler experimentieren“ aus Hessen mit dabei. Daniel Homburg (13) aus Darmstadt und Mirja Sophie Thieme (13) aus Erzhausen stellten den von ihnen entwickelten Gebärdensprachenroboter vor.

Vom Bundeswettbewerb erklärte Moritz van Eimern (18) aus Wuppertal die „Spektroskopische Vermessung der LBV-Sterne Deneb und P Cygni“, um die Geschwindigkeiten der Sternwinde zu ermitteln. Ruben Rohsius (18) aus Hamburg präsentierte einen von ihm entwickelten Trinkbecher, der seinen Inhalt von selbst erwärmt. Fasziniert waren die Gäste auch vom Projekt „TIANE“. Ferdinand Krämer (21) und Klara Krämer (18) aus Weitersburg (Rheinland-Pfalz) haben einen eigenen Sprachassistenten konstruiert, der Stimmen erkennen und Gesichter identifizieren kann.

Für den Brüsselaufenthalt der Jungforscherinnen und Jungforscher hatte die Hessische Landesvertretung ein Programm mit Gesprächen in der Kommission, im Europäischen Parlament und im Rat vorbereitet.

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