Am 24. Februar 2026 fand in der Vertretung des Landes Hessen bei der EU auf Einladung von Manfred Pentz, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung, sowie auf Einladung von Kaweh Mansoori, Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, mit zahlreichen Gästen die international ausgerichtete Veranstaltung „Fly European“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung einer starken europäischen Luftverkehrswirtschaft für Wettbewerbsfähigkeit, Konnektivität und strategische Resilienz Europas zu unterstreichen.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, veränderter globaler Handelsbeziehungen sowie ambitionierter klima- und industriepolitischer Vorgaben der Europäischen Union stand die Luftverkehrsbranche im Mittelpunkt der Diskussion. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und europäischen Institutionen kamen zusammen, um Perspektiven für eine zukunftsfähige und international wettbewerbsfähige europäische Luftfahrtpolitik zu erörtern. Minister Kaweh Mansoori betonte in seiner Keynote die besondere Rolle des Luftverkehrs für Hessen und Europa: „Ich vertrete ein Land, in dem der Luftverkehr zu den Aushängeschildern unserer Wirtschaft gehört.
Es geht dabei nicht nur um ökonomische Kennzahlen, sondern auch um die Frage, mit welchen Werten wir Luftverkehr in Europa verbinden – Offenheit, internationale Vernetzung und strategische Handlungsfähigkeit.“ Zugleich unterstrich er die industrie- und energiepolitische Dimension: „Luftverkehr bedeutet Resilienz und Wertschöpfung. Deshalb müssen wir für fairen Wettbewerb sorgen, damit unser Luftverkehr im internationalen Wettbewerb nicht benachteiligt wird – und wir brauchen industrieübergreifende Lösungen, insbesondere bei Energie- und Transformationskosten, um nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen zu ermöglichen.“
In der anschließenden Paneldiskussion diskutierten neben Minister Mansoori, Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, sowie MdEP Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament. Einigkeit bestand darin, dass starke europäische Drehkreuze und international wettbewerbsfähige Carrier ein zentrales Instrument zur Sicherung von Innovationskraft, wirtschaftlicher Souveränität und sicherheitspolitischer Handlungsfähigkeit Europas sind. Mehrfach wurde im Verlauf der Diskussion die Notwendigkeit klarer, langfristiger und wettbewerbsfähiger regulatorischer Rahmenbedingungen betont. Nur mit Planungssicherheit, fairem Wettbewerb und einer industrieübergreifend gedachten Transformation könne die europäische Luftfahrt ihre Rolle als Motor für Wohlstand, Resilienz und internationale Vernetzung auch künftig erfolgreich wahrnehmen.