Hessische Hochschulen und Wissenschaftsminister Gremmels werben für Europäische Hochschulallianzen

Sieben hessische Hochschulen sind Mitglied in Europäischen Hochschulallianzen – ihre erfolgreiche internationale Zusammenarbeit wurde eindrucksvoll am 14. Januar 2026 in der Hessischen Landesvertretung präsentiert.

Auf Einladung von Manfred Pentz, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Wissenschaftsminister Timon Gremmels nahmen rund 140 Gäste an der Veranstaltung „Europa stärken durch EU-Hochschulallianzen – Hessens Hochschulen als Motor für Innovation und Kooperation“ teil.

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Weichenstellungen auf EU-Ebene für eine Neuausrichtung der Förderpolitik ab 2028. Aktuell wird im Rahmen des EU-Haushalts 2028-2034 über die zukünftige Finanzierung verhandelt. Um die Bedeutung des erfolgreichen EU-Programms Erasmus+ für Europa und für die Weiterentwicklung des europäischen Hochschulraums zu unterstreichen, nahm eine große Delegation aller sieben hessischen Hochschulen, die von der EU-Kommission als „Europäische Hochschule“ ausgezeichnet wurden, teil. Ihre hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter schilderten anschaulich die Vorteile der EU-Hochschulförderung vor Ort. Zahlreiche Gäste aus der Hochschul- und Forschungscommunity aus Brüssel nahmen teil und brachten sich in die Podiumsdiskussion ein.

Für Hessen ist die Thematik besonders relevant: Das Land war bei der wettbewerblichen Ausschreibung der EU-Kommission um das Siegel „European University Alliance“ sehr erfolgreich. Sieben Hochschulen sind jeweils Mitglied in einer der europaweit insgesamt 65 Europäischen Hochschulallianzen und werden von der EU aus dem Programm Erasmus+ für wichtige Kooperationsprojekte gefördert.

Gegenüber den Vertreterinnen und Vertretern der EU warb Minister Timon Gremmels für ein stark ausgestattetes Programm Erasmus+ und eine Aufstockung der Finanzierung der Leitinitiative Europäische Hochschulallianzen.

Die Europäischen Hochschulallianzen hätten sich hervorragend entwickelt und seien eine große Bereicherung für den europäischen Hochschulraum. Die Allianzen leisteten zudem seit Beginn der Initiative einen zentralen Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit und zum Erreichen der politischen Prioritäten der EU – von Resilienz in Zeiten von Krisen, Innovationsförderung, Digitalisierung, der Entwicklung sozialer Innovationen, der Stärkung der Demokratie bis hin zum wichtigen Transfer von Innovationen in die Wirtschaft.

Auch Vanessa Debiais-Sainton, Mitglied des Kabinetts der Exekutiv-Vizepräsidentin Roxana Mînzatu in der Europäische Kommission, und Laurence Farreng, Mitglied des Europäischen Parlaments und Berichterstatterin zum Thema, teilten diese Einschätzung und unterstrichen auf dem Panel die große Bedeutung der Hochschulallianzen für Europa. An der Podiumsdiskussion nahmen außerdem Minister Gremmels, Prof. Steinmetz (Präsident Hochschule Darmstadt), Dr. Stephan Geifes (Nationale Erasmus+ Agentur im Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD) und Lara Zieß (studentische Vizepräsidentin der Universität Marburg) teil. 

In der Podiumsdiskussion wurde deutlich: Die Allianzen vernetzen Hochschulen aus verschiedenen Ländern erfolgreich zu langfristigen Partnerschaften. Sie entwickeln neue Formen von Studium, Lehre und Forschung und stärken den europäischen Bildungs- und Forschungsraum intensiv. Die Notwendigkeit klarer finanzieller Zusagen innerhalb des Programms Erasmus+ mit Blick auf die Hochschulallianzen wurde von vielen Teilnehmenden und v.a. auch von Hochschulvertreterinnen und -vertretern entsprechend hervorgehoben.  

Das Fazit der Veranstaltung lautete unisono: Europäische Hochschulallianzen stärken!