Staatssekretär Benedikt Kuhn hat die „Boulderchurch“ in Bad Orb als „beispielhaftes Vorhaben für die kreative Nachnutzung eines Kirchengebäudes“ bezeichnet. Die ehemalige katholische Kirche St. Michael, die seit 2016 leer stand, beherbergt eine Boulderhalle, ein Bistro sowie verschiedene Aufenthaltsbereiche und Räumlichkeiten im seitlichen Gebäudeteil, den die katholische Kirche als Jugendkirche „Mountain“ nutzt. Der Chef der Staatskanzlei lobte das Projekt: „In Bad Orb ist es gelungen, ein leerstehendes Kirchengebäude aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Die Boulderchurch ist ein multifunktionaler Treffpunkt und ein lebendiger Ort für Bewegung und Gemeinschaft mitten im Ortskern. Die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten erfüllen das identitätsstiftende Gebäude dauerhaft mit Leben.“ Der Staatssekretär führte weiter aus: „Die Boulderchurch stärkt die Attraktivität des Ortes als Wohn-, Freizeit- und Arbeitsstandort, vermeidet Leerstand und eröffnet neue Perspektiven für den ländlichen Raum. Das Projekt verbindet zudem sportliche Aktivität mit sozialem Mehrwert und schlägt eine Brücke zwischen Tradition und Zeitgeist.“ Kuhn besuchte die Boulderchurch auf seiner Sommerreise.
Boulderchurch für Demografie-Preis nominiert
Das Projekt „Boulderhalle in Kirchengebäude – Boulderchurch Bad Orb“ ist in diesem Jahr als eines von sechs Projekten für den „Demografie-Preis unseres Ministerpräsidenten Boris Rhein“ nominiert. Der Hessische Demografie-Preis zeichnet seit 2010 innovative und nachhaltige Projekte aus, die Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels geben. Seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf dem ländlichen Raum. Über die Auszeichnung entscheidet eine unabhängige Fachjury. Der Preis würdigt Projekte, die mit kreativen, übertragbaren und nachhaltig ausgerichteten Ideen Antworten auf die gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit geben. Er macht damit erfolgreiche Ansätze bekannt, regt zum Nachahmen an, stärkt nicht nur die ausgezeichneten Regionen, sondern den ländlichen Raum in ganz Hessen und schafft somit eine einzigartige Plattform für kreative Best-Practice-Projekte für lebenswerte ländliche Räume und Regionen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Benedikt Kuhn, wird die Preisträger am 26. August in der Staatskanzlei in Wiesbaden auszeichnen.
Fotos vom Besuch des Staatssekretärs sind im Medienraum abrufbar.