Ein Mann im grauen Anzug spricht gestikulierend in ein Smartphone, das von einer Person im Vordergrund gehalten wird. Im Hintergrund ist eine Wand mit dem Logo des „Antalya Diplomacy Forum“ zu sehen.

Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Europaminister zieht positive Bilanz des Antalya Diplomacy Forums

Europaminister Manfred Pentz zieht eine positive Bilanz des Antalya Diplomacy Forums. „Hessen ist gefragt, wir werden auf dem internationalen Parkett als Gesprächspartner ernst genommen“, sagte Pentz bei der Rückreise aus der Türkei. „Die vielen persönlichen Gespräche am Rande einer solchen Veranstaltung sind von unschätzbarem Wert. Sie stärken Hessens Position als verlässlicher Partner in der Welt“, so Staatsminister Pentz, der auch am Abendessen der Staats- und Regierungschefs mit dem türkischen Präsidenten Erdogan teilgenommen hatte.

„Auf Ministerebene war ich der einzige deutsche Vertreter bei dieser Konferenz. In der aktuellen geopolitischen Lage ist es wichtig, dass Deutschland sichtbar präsent ist und seine Positionen aktiv einbringt.“ Neben den politischen Gesprächen gab es viele Kontakte mit zu Wirtschaftsvertretern. „Hessen ist in der Türkei präsent“, so Pentz. Die Fraport AG betreibt den internationalen Flughafen in Antalya. Das Land Hessen ist größter Anteilseigner des Unternehmens. Ziel der Reise sei es auch gewesen, Investitionen in Hessen anzustoßen. „Bei meinen Gesprächen habe ich großes Interesse für eine Zusammenarbeit wahrgenommen.“

Fokus Westbalkan

Auf der Konferenz hatte Staatsminister Pentz zahlreiche vertrauliche Einzelgespräche geführt. Im Fokus stand dabei auch der im Koalitionsvertrag hinterlegte Schwerpunkt Westbalkan. Mit dem Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, gab es ebenso ein Treffen wie mit Außenminister der Republik Moldau, Mihai Popșoi, dem stellvertretenden Premierminister des Kosovo, Glauk Konjufka sowie mit Armin Hodžić. Er ist Präsident des Rates der bosnischen nationalen Minderheit in Kroatien und Mitglied des kroatischen Parlaments.

„Die Region ist strategisch wichtig für Europa und Hessen. Deshalb werden wir die Länder zwischen Kroatien und Griechenland auf ihrem Weg in die Europäische Union weiterhin eng begleiten und unterstützen.“

Verlässlichen Rechtsstaat angemahnt

Am Rande der Konferenz hat Staatsminister Pentz auch die Situation um den nach wie vor inhaftierten Oberbürgermeister von Bursa, Mustafa Bozbey, angesprochen. Er war am 31. März 2026 wegen des Verdachts der Korruption festgenommen worden. Bozbey gehört zur CHP-Partei, die auf nationaler Ebene in der Opposition ist.

„Wir sind der Auffassung, dass politische Auseinandersetzungen nicht über die Justiz ausgetragen werden sollten“, sagte Pentz. Seine Gesprächspartner hätten ihm das zugesichert. Bursa im Nordwesten der Türkei ist eine Partnerregion Hessens.

Hintergrund Antalya Diplomacy Forum

Das Antalya Diplomacy Forum (ADF) wurde vom damaligen türkischen Außenminister Çavuşoğlu gegründet und fand in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Die Konferenz richtet sich an Staats- und Regierungschefs, Außenminister und hochrangige Vertreter internationaler Organisationen sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien.

Bund und Europa

Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund

Christoph Scheld

Pressesprecher

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