Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Ministerpräsident Rhein und Innenminister Poseck danken Brand- und Katastrophenschützern

Auch in diesem Jahr hat das Land Hessen den „Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte“ auf dem Hessentag ausgerichtet. Im Rahmen eines Festaktes hat der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein gemeinsam mit Innenminister Roman Poseck den rund 80.000 Einsatzkräften für ihr Engagement gedankt und die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Brand- und Katastrophenschutz hervorgehoben.

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„Das Ehrenamt ist enorm wichtig für ein funktionierendes Gemeinwesen in unserem Land. Vor allem die unermüdliche Bereitschaft ehrenamtlicher Einsatzkräfte für die Sicherheit und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger einzutreten, ist sehr wertvoll. Diese stillen Heldinnen und Helden der Gesellschaft stärken durch ihren mutigen Einsatz in Feuerwehr und Katastrophenschutz das Fundament der Gemeinschaft. Das Engagement der Einsatzkräfte, oft zusätzlich zu beruflichen und familiären Verpflichtungen, zeigt eine beeindruckende Hingabe und Solidarität – die Helferinnen und Helfer sind Garant für Sicherheit und Schutz unseres Zusammenlebens und geben der Bevölkerung das Vertrauen, dass sie in Notlagen nicht allein ist. Für diesen selbstlosen Einsatz an 365 Tagen im Jahr danke ich ihnen von ganzem Herzen“, sagte Ministerpräsident Boris Rhein.

Innenminister Roman Poseck erklärte: „Es ist mir eine große Freude, heute das erste Mal in meinem Amt als Hessischer Innenminister an dem ‚Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte‘ mitzuwirken. In den ersten gut vier Monaten im neuen Amt haben mich die zahlreichen persönlichen Begegnungen mit ehrenamtlich Engagierten, die sich mit Herzblut für den Schutz der Hessinnen und Hessen im Brand- und Katastrophenschutz einsetzen, besonders beeindruckt. Bei meinen Besuchen der Freiwilligen Feuerwehren sind mir hessenweit hochmotivierte und hochkompetente Einsatzkräfte begegnet. Es ist beeindruckend, was die Frauen und Männer im Brand- und Katastrophenschutz leisten. Hessen kann sich auf die Brandschützerinnen und Brandschützer verlassen. Gerade vor dem Hintergrund erhöhter Gefahren bei Naturkatastrophen wird der Brand- und Katastrophenschutz eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Die Hessische Landesregierung wird dafür die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Eine funktionierende Gefahrenabwehr steht und fällt mit den Menschen, die sich aufopferungsvoll für den Schutz Anderer einsetzen. Deshalb freue ich mich, dass wir heute 330 neue Mitglieder begrüßen können. Jede Einzelne und jeder Einzelne wird gebraucht und wird wesentlich dazu beitragen, den Brand- und Katastrophenschutz auf dem bereits hohen Niveau zu halten. Ich wünsche den Neumitgliedern viel Freude und allzeit sichere Einsätze. Den heute hier anwesenden Mitgliedern des Brand- und Katastrophenschutzes möchte ich stellvertretend für die tausenden Einsatzkräfte in Hessen für ihren Einsatz danken. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient Anerkennung und Respekt. Die Bindungskraft der Organisationen des Brand- und Katastrophenschutzes ist zutiefst beeindruckend. Sie tragen erheblich zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei und führen zum Beispiel auch junge Menschen mit hervorragenden Programmen an die Aufgaben heran. Dabei vermitteln sie wichtige Werte wie Teamgeist und Pflichtbewusstsein. Auch das kann in der heutigen Zeit nicht hoch genug eingeschätzt werden“.

Der Hessische Brand- und Katastrophenschutz präsentiert sich auf dem Hessentag mit dem „Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte“. Dabei werden im Rahmen einer Festveranstaltung Neumitglieder der Einsatzabteilungen sowie auch die neuen Helferinnen und Helfer der Katastrophenschutz-Einheiten des Schwalm-Eder-Kreises begrüßt. Neben den Neumitgliedern sind auch deren Angehörige sowie Ausbilder und künftige Führungskräfte zur Veranstaltung eingeladen worden.

Freiwillige Feuerwehr Fritzlar ist Hessentags-Feuerwehr

Während der Veranstaltung wurde die Feuerwehr Stadt Fritzlar als Hessentags-Feuerwehr ausgezeichnet. Allein im vergangenen Jahr 2023 betrug das Einsatzaufkommen der Feuerwehr Fritzlar 190 Einsätze, die von den insgesamt 275 Einsatzkräften abgeleistet wurden. Der Hessentag ist für die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr mit mehr als 700 Einsatzschichten und einer zehntägigen „24/7“-Besetzung der Feuerwehrhäuser eine zusätzliche große Herausforderung. Die Feuerwehr Fritzlar besteht aus insgesamt zehn Stadtteilwehren, deren Einsatzkräfte sich während des Hessentags auf vier Standorte verteilen. „Ich danke den Brandschützerinnen und Brandschützern der Freiwilligen Feuerwehr Fritzlar, dass sie die zusätzlichen Einsätze im Rahmen des Hessentags absolvieren und damit zum Schutz der Besucherinnen und Besucher beitragen“, führte Innenminister Roman Poseck weiter aus.

Neben der Auszeichnung zur Hessentagsfeuerwehr 2024 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Fritzlar von Innenminister Roman Poseck anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens die Ehrenplakette des Landes Hessen. „Ich freue mich, der Freiwilligen Feuerwehr Fritzlar heute die Ehrenplakette zu überreichen und gratuliere ausdrücklich zu dieser besonderen Anerkennung. Die Brandschützerinnen und Brandschützer können stolz auf diese Auszeichnung sein, denn dies ist ein Ausdruck von guter Zusammenarbeit, gelebter Kameradschaft und besonderer Verdienste“, beglückwünschte Innenminister Roman Poseck die Feuerwehrmitglieder Fritzlars.

Fünf Fahrzeuge an Feuerwehren der Region übergeben

Innenminister Roman Poseck hat in einem feierlichen Rahmen der Region fünf Feuerwehrfahrzeuge im Wert von rund 350.000 Euro übergeben. Konkret profitierte die Stadt Felsberg (ELW 1), die Gemeinde Frielendorf (TSF-W), die Stadt Waldeck (MLF), die Gemeinde Calden (LF 10 KatS) sowie die Gemeinde Knüllwald (StLF 20).

Eröffnung der DRK-Sonderausstellung „70 Jahre Landesverstärkung Hessen“

Im Katastrophenschutz sind neben den Feuerwehren rund 8.000 Einsatzkräfte aus den Hilfsorganisationen – Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst – tätig. Sie stellen die Einheiten und Einrichtungen, die nach einer Katastrophe wie beispielsweise einem Hochwasser, einem schweren Zugunglück oder einem flächendeckenden Stromausfall erforderlich sind. Eine Besonderheit in der Sicherheitsarchitektur des Landes stellt dabei die DRK-Landesverstärkung mit Sitz in Fritzlar dar, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert und sich zu diesem Anlass mit einer Sonderausstellung präsentiert.

Die DRK-Landesverstärkung bildet eine überregionale Einsatzkomponente, die insbesondere bei Großschadenslagen angefordert wird. Der Schwerpunkt der möglichen Hilfeleistungen liegt im Betreuungsdienst, wobei ein wesentlicher Bereich die Bereit- und Sicherstellung von notwendiger Infrastruktur ist. Im Bereich des Fachdienstes Technik und Logistik hat das DRK besondere Kenntnisse in der Trinkwasseraufbereitung und -verteilung. Hier wird Material vorgehalten, um bei Ausfall der Wasserregelversorgung für bis zu 5.000 Betroffene mit Trinkwasser versorgen zu können. Die Trinkwasserkomponente ist beispielsweise im Jahr 2021 im Ahrtal zum Einsatz gekommen.

„Das Deutsche Rote Kreuz – als mit Abstand größte Hilfsorganisation im Hessischen Katastrophenschutz – ist ein bedeutsamer Bestandteil des Hessischen Katastrophenschutzes und insbesondere im Bereich der Sanitäts- und Betreuungsdienste von zentraler Bedeutung. Mit der Landesverstärkung Hessen des DRK am Standort Fritzlar steht dem Katastrophenschutz in Hessen – aber auch bundesweit – eine wertvolle zusätzliche Ressource an Einsatzmitteln, Personal und technischem wie logistischem Sachverstand zur Verfügung, auf das wir in Krisenfällen seit nunmehr 70 Jahren vertrauensvollen bauen können. Die Helferinnen und Helfer der DRK-Landesverstärkung haben in zahlreichen Hilfeleistungs- und Unterstützungseinsätzen des Landes einen wertvollen Beitrag geleistet. Ich danke allen Beteiligten des DRKs für ihre Leistung und für ihre Unterstützung“, so Innenminister Roman Poseck anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des DRKs in Hessen. 

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