Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung

Pentz warnt vor Folgen eines US-Truppenabzugs

US-Verteidigungsminister Hegseth hat den Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Hessens Staatsminister für Internationales, Manfred Pentz, hält diese Entscheidung für falsch.

„Dieser Abzug wäre ein strategischer Fehler und zum Nachteil für beide Partner. Hessen war und ist ein verlässlicher Partner im transatlantischen Verhältnis. Wir haben uns immer als gute Gastgeber gezeigt. Gleichzeitig ist die Präsenz der US-Streitkräfte in Hessen ein wichtiges Element für Europas Sicherheit. In Wiesbaden sind die Amerikaner Nachbarn und Freunde – aber auch Wirtschaftsfaktor. Die Präsenz ist also im Interesse beider Seiten. Sollte der Abzug wirklich vollzogen werden, würde ich das sehr bedauern. Ich hoffe, dass die US-Administration ihre Entscheidung noch einmal überdenkt.“

Großer Standort in Wiesbaden

Ob von dem Abzug auch Standorte in Hessen betroffen sein werden, ist noch nicht klar. In Wiesbaden befindet sich die Zentrale des US-Heeres für Europa und Afrika. Alleine hier sind aktuell mehr als 3.000 Soldaten stationiert. Hinzu kommen amerikanische Zivilangestellte, Familienangehörige, Ortskräfte und Pensionäre, was insgesamt etwa 20.000 Menschen ausmacht.

50 Jahre Freundschaft mit Wisconsin

Die hessisch-amerikanische Freundschaft gehe zudem weit über die Gastgeberrolle für das US-Militär hinaus, so Staatsminister Pentz. „In diesem Jahr feiern wir 50 Jahre Partnerschaft mit dem Bundesstaat Wisconsin. An Austauschprogrammen haben über die Jahrzehnte viele tausend Menschen aus Hessen und den USA teilgenommen. Das hat unsere Verbindung stark gemacht.“

Bund und Europa

Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund

Christoph Scheld

Pressesprecher

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