Podiumsdiskussion „Finanzwelt in Europa“ – Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Europas – Finanzierung der europäischen Sicherheit

„Finanzwelt in Europa“ – Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten Europas

Am 05.11.2025 lud die Vertretung des Landes Hessen bei der EU gemeinsam mit der Helaba und der WIBank zur etablierten Veranstaltungsreihe „Finanzwelt in Europa“ führende Vertreter europäischer Institutionen, der Wirtschaft, der Finanzwelt und der Verteidigung sowie sonstige Interessierte dazu ein, konkrete neue Ansätze zur Finanzierung der europäischen Sicherheitsarchitektur zu diskutieren.

Zu Beginn eröffnete Thomas Groß, Vorstandsvorsitzender der Helaba, die Veranstaltung mit dem klaren Appell, Europa stehe in der Sicherheitspolitik an einem Wendepunkt. Freiheit und Frieden dürften nicht als selbstverständlich angesehen werden, sie müssten auch finanziell abgesichert werden. Er betonte, dass Sicherheit und Verteidigung, die von vielen Banken lange Zeit als zweitrangig angesehen wurden, heute zentrale Elemente eines erweiterten Verständnisses von Regulierung, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit seien. Die Helaba verstehe diesen Wandel und die Unterstützung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie seit langem als Teil ihres öffentlichen Auftrags: Verantwortung aus Europa, für Europa zu übernehmen. 

Die Diskussion verdeutlichte, wie vielfältig die Anforderungen an eine zukunftsfähige europäische Sicherheitsarchitektur sind – und wie eng sie mit finanziellen, technologischen und politischen Rahmenbedingungen verknüpft sind. Dank seiner zentralen Lage, seiner industriellen Stärke und seiner engen Verbindungen zu den Strukturen der NATO und der EU spielt Hessen eine Schlüsselrolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur. Der Finanzplatz Frankfurt dient als Schnittstelle zwischen Kapitalmarkt, Industrie und Politik. Er stärkt die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Europas, indem er Innovation und Wettbewerb fördert, Arbeitsplätze schafft und die Abhängigkeit von außereuropäischen Technologien verringert, insbesondere durch die zunehmende Ansiedlung von Technologiezentren und Start-ups im Rhein-Main-Gebiet.