Podiumsdiskussion des Crisis Talks - „Menschenrechte unter Druck: Wie kann die EU zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten globaler Machtverschiebungen stärken?“

Wie kann die EU zivilgesellschaftliches Engagement in Zeiten globaler Machtverschiebungen stärken?

Auf Einladung von Manfred Penz, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung, dem Leibniz-Forschungsnetzwerk „Umweltkrisen – Krisenumwelten“ sowie dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ der Goethe Universität Frankfurt fand am 06.11.2025 in der Vertretung des Landes Hessen bei der EU eine Veranstaltung in der Reihe „Crisis Talks“ statt.

Prof. Dr. Jonas Wolff, PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung/Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe), teilte in seinem Impulsvortrag das Schicksal einer kolumbianischen Kleinbäuerin mit den Zuhörern, die jüngst auch den Hessischen Friedenspreis erhalten hat. Anhand ihres Beispiels erläuterte er, welche Bedeutung zivilgesellschaftliches Engagement in solchen Ländern hat und warum es Menschen in der EU etwas angeht, etwa durch den Import von Rohstoffen. Dabei äußere sich die Gewalt vor Ort sehr unterschiedlich, von physischen Bedrohungen, psychologischer Gewalt bis hin zu kaum sichtbaren Formen wie kultureller oder struktureller Gewalt. 

MdEP Lukas Mandl betonte die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Dies könne dazu beitragen, autokratische Systeme zu bekämpfen. Mandl hielt es weiterhin für einen wichtigen Schritt, die Handelsbeziehungen zu Latein- und Mittelamerika zu stärken. 

Tina Cramer, wissenschaftliche Koordinatorin des Forschungszentrums „Transformations of Political Violence“ (TraCe), stellte Perspektiven aus einem zuvor stattgefundenen Workshop zu zivilgesellschaftlichem Engagement und Gewalt vor. Dabei merkte sie an, dass es nicht das Ziel sein dürfe, europäische Menschenrechtsstandards anderen Ländern überzustülpen. 

Ralph Sina, WDR-Autor und freier Journalist, führte durch das Programm.