Die Veranstaltung markierte im Rahmen der European Week of Regions and Cities 2025 den Auftakt zur Vorphase des Hessischen Aktionsplans gegen Armut.
Zu Beginn betonte Staatsministerin Hofmann, dass Armut veränderbar sei und als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Politik, Verwaltung und Gesellschaft verstanden werden müsse. Anschließend stellte Katarina Ivanković Knežević, Direktorin für Soziale Rechte und Inklusion der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Inklusion, in ihrer Keynote die Planungen zu einer Europäischen Strategie zur Bekämpfung von Armut vor.
Darauf folgte eine Podiumsdiskussion, an der Heike Hofmann, Katarina Ivanković Knežević, Paulo Santos, Koordinator des kommunalen Plans für Obdachlose 2024–2030 der Stadt Lissabon, sowie Jürgen Schneider vom Armutsnetzwerk e. V. teilnahmen. Diskutiert wurde, welche Maßnahmen auf allen politischen Ebenen erforderlich sind, um Armut wirksam zu bekämpfen. Dabei wurde hervorgehoben, dass Armutsprävention zum Vertrauen in staatliche und politische Institutionen und damit in die Demokratie beiträgt und nur im Dialog mit Betroffenen gelingen kann.
Als Praxisbeispiel wurde das Projekt „Zweite Chance – Wohnungslose“ vorgestellt. Es ist eine Kooperation zwischen dem Hessischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, der Pro Arbeit – dem kommunalen Jobcenter des Kreises Offenbach, der Sozialberatung Dreieich der Paritätischen Projekte GmbH sowie der Stadt Neu-Isenburg. Das Projekt richtet sich an Menschen in prekären Lebenslagen – insbesondere an wohnungs- und obdachlose Personen sowie an Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung – und bezieht auch zivilgesellschaftliche Akteure ein. Abschließend betonte die Staatsministerin, dass erfolgreiche Armutsprävention nur durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure möglich sei. Der Austausch und das gegenseitige Lernen seien dafür von zentraler Bedeutung.